18. Januar 2015

29.09.2014 - Biloxi / New Orleans

So unsere einzige Nacht in Biloxi ist vorbei. Wir haben wieder alles ausgepackte eingepackt und das Hotelzimmer im "Beau Rivage" verlassen. Unser Auto war ja, dank Valet Parking, noch gut untergebracht und unser Gepäck konnten wir an der Rezeption zwischenlagern. Schließlich hatten wir für heute morgen den 'Shrimpboat Trip' geplant. Also sind wir die 5 Minuten Fußmarsch vom Hotel bis zum Hafen angegangen und waren pünktlich genug im Hafen. Und dann standen wir da und warteten.

Shrimpboat at Biloxi Harbor
Shrimpboat at Biloxi Harbor
Shrimpverkauf direkt vom Boot im Hafen von Biloxi
Der Capitän sagte schon zu uns, er würde erst ab 6 Leuten hinaus fahren. Super, wir waren gerade mal 4. Alles Warten half nichts. Es kamen keine weiteren Interessenten. Doch es gab einen Pluspunkt. Während des Wartens haben wir uns mit dem Capitän und seinem Kompanion unterhalten. Naja, es kam wieder die typische Frage, wo wir denn her wären. Als wir ihnen sagten, dass wir aus Deutschland kämen und extra wegen des Shrimpboat Trips in Biloxi gestoppt hätten, war das Eis gebrochen. Sie konnten gar nicht anders und sind trotzdem mit nur 4 Gästen hinaus gefahren :)

Shrimpboat in Mississippi
Shrimpboat in Mississippi
Unterwegs wurde uns so einiges Interessantes über den Shrimpfang in Mississippi erklärt. So erfuhren wir, wie Shrimps so leben, wann sie reif für die 'Ernte' sind, wann die beste Zeit für den Shrimpfang ist...
Außerdem wurde uns erklärt, mit welchen Netzen gefischt und wie die Netze auf dem Boden gehalten werden. Während der ganzen Zeit wurde ein Netz über den Meeresboden gezogen und später dann heraufgeholt. Unser 'catch of the day' sah dann so aus:

catch of the day on shrimp boat trip in Biloxi
der Fang des Tages beim Shrimp Boat Trip
Anhand vom Tagesfang wurden uns dann noch die einzelnen Lebewesen erklärt und den einen oder anderen Meeresbewohner durften wir auch anfassen.  

kiss the shrimp
Küss den Shrimp
one-armed blue crab
die einarmige blaue Krabbe
Nach der Tour sind wir dann zurück zum "Beau Rivage" gelaufen und haben unser Auto aus dem 'Valet Parking' befreit. Nach dem Beladen des Autos hieß es dann: NEW ORLEANS, WIR KOMMEN!

Roadsign "Welcome to Louisiana"

Auf dem Highway 90 sind wir entlang der Küste gefahren, immer auf der Suche nach den vom Reisführer angepriesenen Shrimp-Imbissen. Doch nichts, rein gar nichts. Also haben wir in einem Restaurant einen "Poboy" gegessen. Ein Sandwich mit Seafood. Und kaum das wir uns versehen haben, waren wir auch schon in New Orleans. Da wir von der Küste aus nach New Orleans reingefahren sind, kamen wir auch durch die von 'Katrina' gebeutelten Gegenden. Auch 9 Jahre nach dem Hurrikan sind einige Schäden immer noch sichtbar. In New Orleans selbst, haben wir uns ersteinmal durch die Vororte geschlengelt um dann unser Hotel im "French Quarter" zu suchen. Wir hatten uns für das "Inn on Ursuline" entschieden. Ein tolles kleines Gästehaus an der Bourbon Street. Sehr zentral und trotzdem ruhig. Nachdem wir das Hotel bezogen und unseren Parkplatz gefunden hatten, sind wir zu einer ersten Tour durch das "French Quarter" aufgebrochen.

view from bourbon street to downtown new orleans
Blick von der Bourbon Street auf Downtown New Orleans
Auf der Suche nach einer schönen Bar und einer Kleinigkeit zu Essen, haben wir uns einen ersten Überblick über das Quarter verschafft. Unseren ersten Stopp machten wir im "Beerfest" und probierten uns dort durch gefühlte 100 verschiedene Biersorten. Danach haben wir uns vom Flair der Bourbon Street treiben lassen, aßen eine Kleinigkeit und sind in einer der zahlreichen Clubs mit Livemusic gegangen.

Steamboat Willie im Cafe Beignet im French Quarter
ein Club im French Quarter


Hinweise

Shrimping Trip

Die Tour dauert 70 min und ist wirklich sehr interessant. Nun hatten wir natürlich sehr viel Glück mit nur 4 zahlenden Gästen an Bord, aber das Boot kann natürlich viel mehr Gäste aufnehmen. Im Sommer ist dies durchaus sehr oft der Fall. Aber auch mit vielen Gästen, kann man den Narrator durchaus gut verstehen, da mehrere Lautsprecher auf dem Boot verteilt sind.
Ob gestartet wird, ist immer vom Wetter abhängig. Die Touren finden im ruhigen Wasser zwischen Deer Island und der Küste von Biloxi statt. Die Touren können nicht vorgebucht werden, es sei denn man möchte das Boot für 20 oder mehr Leute mieten. Der Trip kostet 15$+Steuern/Person (Stand: September 2014) und die Abfahrzeiten variieren je nach Jahreszeit. Unbedingt vorher die Website besuchen.

French Quarter

das wohl bekannteste Viertel von New Orleans. Das Quarter ist gut zu Fuß zu erkunden. In der Touristeninformation oder in einem der Hotels kann man Straßenkarten vom Quarter erhalten. Die berühmteste Straße im Quarter ist die Bourbon Street. Doch auch die Royal Street hat so Einiges zu bieten. Man kann ruhig mal abseits der Bourbon Street durch die Straßen schlendern, denn auch dort gibt es so einiges zu sehen und zu entdecken. Ansonsten bietet das Quarter zahlreiche Clubs und Restaurants. Leider gibt es nicht nur Jazz zu hören und nicht jedes Restaurant ist den Besuch wert. Und dann sind da noch die zahlreichen Souvenierläden.

Parkplätze im French Quarter

sind eindeutig Mangelware. Schläft man außerhalb des Quarters, sollte man für den Besuch mit einem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Hotels und Gästehäuser haben Parkmöglichkeiten, die mitunter aber separat bezahlen muss und vorher nicht buchen kann. Parkmöglichkeiten gibt es auch an den Straßenrändern, allerdings müssen die Autos dienstags und donnerstags runter von den Straßen, denn dann kommen Straßenreinigung und Müllabfuhr. Und die Polizei im Quarter kennt keine Gnade. Wer die Straßenreinigung und die Müllabfuhr behindert, wird abgeschleppt.

Unterkünfte in New Orleans

gibt es hier natürlich auch zahlreich. Doch im berühmtesten Viertel von New Orleans kann der eine oder andere Tip durchaus hilfreich sein. Auf eine Unterkunft direkt auf der Bourbon Street zwischen St. Phillips Street und Conti Street sollte man verzichten. Es sei denn man steht auf Party bis zum Morgengrauen. Auf der Bourbon Street ist es sehr laut. Auch auf der Canal Street sollte man auf eine Unterkunft verzichten, denn auch dort ist es sehr laut. Die Unterkünfte in den Nebenstraßen oder am Quarterrand sind eher zu empfehlen. Im Quarter gibt es neben Hotels auch einige Gästehäuser. Hier gilt: schnell buchen, denn die Gästehäuser sind eher klein und sehr begehrt. Ansonsten gilt in New Orleans das, was in jeder Großstadt gilt: einige Viertel sind bei Nacht unbedingt zu meiden.

Expedia
Tripadvisor
Hotels im French Quarter
ausgewählte Gästehäuser

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen