Heute morgen haben wir es erstmal ruhig angehen lassen. Duschen, Frühstücken, Wohnmobil reisefertig machen. Danach sind wir zum "Gold Dredge No. 8" gefahren. Dort hatten wir eine "Tour" gebucht. Ok, das Ganze hatte einen faden Beigeschmack. Die "Tour" war eine Fahrt mit der Tschutschubahn vorbei an alten Hinterlassenschaften der Goldgräber. An jeder Station wurde die Bahn angehalten, etwas zur Arbeit der Goldgräber erzählt und manchmal auch vorgeführt. Die eigentliche Attraktion und der Namensgeber der Tour, der Gold Dredge No. 8, ist nur noch ein verrostetes Wrack. Die Funktionsweise kann nur noch auf Bildern gezeigt und erzählt werden. Eine Besichtigung von innen, unmöglich. Schade eigentlich!
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| Golde Dredge No. 8 |
Kurz nach dem Mittag waren wir dann wieder in Fairbanks. Wir mussten noch Tanken und wir brauchten mehr Vicks "DayQuil", denn wir hatten uns alle beide eine ordentliche Erkältung eingefangen. Nach einem schnellen Mittagessen sind wir dann auf dem "Parks Highway" in Richtung Süden aufgebrochen. Schließlich wollen wir den "Denali Highway" bezwingen. Die kleineren Orte entlang des Highways haben wir links liegen gelassen. Wir wollten schnell nach Cantwell um dort auf den "Denali Highway" abzubiegen. Gesagt getan. Gleich zu Beginn haben wir doch tatsächlich noch einen wunderschönen Blick auf Mt. McKinley erhaschen. Ohne Wolken versteht sich! Er thronte wie ein König über dem Denali National Park.
Und dann der "Denali Highway". Eine 135 Meilen lange Schotterpiste quer durch das ursprüngliche, unzivilisierte Alaska. Und das Unglück nahm seinen Lauf. 10 Meilen haben wir geschafft. 10 von 135! Dann ist uns der hintere rechte Reifen geplatzt. Da standen wir nun. Irgendwo im großen Nichts und natürlich, wie es sich für das große Nichts gehört, kein Handyempfang. Megabullsh....!!!!
Aber nach einer viertel Stunde kam ein Auto. Der Mann war so nett und hat Ronny zurück in die Zivilisiation nach Cantwell gebracht, wo er zumindest schon mal den "Road Assistance" anrufen konnte.
| Reifenpanne auf dem Denali Highway |
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| Mt. McKinley beim Sonnenuntergang |
Hinweise:
Gold Dredge:
- Die Tour konnten wir direkt auf dem "River's Edge RV Park" buchen. Es stellt sich allerdings die Fragen, ob man sie wirklich machen muss. In unserem Fall war es gut, denn sonst wären wir wohl kaum zu Goldwaschen gekommen. Wer allerdings mehr Zeit um Anchorage verbringt, oder sogar auf die Kenai Halbinsel fährt, der sollte wohl eher in Girdwood oder auf Kenai sein Glück im Goldwaschen versuchen.
- Die Versicherung und der Service von Cruise America ist hervorragend. Allerdings müssen lange Wartezeiten berücksichtigt werden. Wie gesagt: Wir standen am Anfang des Denali Highways und der Reifendienst kam aus Nenana!
- ein C19 von Cruise America ist eher nicht geeignet für die Fahrt auf dem Denali Highway. Der Reifendienst empfahl uns die Fahrt nur mit einem leichteren Gefährt oder mit einem Wohnmobil mit Zwillingsreifen. Ansonsten gilt: Immer schön langsam fahren! Und langsam heißt weniger als 20 mi/h.
- Ende August ist Jagdsaison! Viele der Stellplätze an den Seen entlang des Highways sind oft mit den Fahrzeugen der Jäger belegt. Außerdem wird geschossen. Wer wandern will, sollte seine Kleidung überdenken. (Bericht eines schweizerischen Ehepaares).




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