Wieder ein Ausflug, der im Regen stattfinden musste. Es hat in der Nacht angefangen und es regnete ununterbrochen bis in den Nachmittag hinein. Aber uns war das egal. Wir haben die Regensachen übergezogen und uns zu Fuß die knappe Meile durch den Wald und über die "Foodbridge" in die Geisterstadt McCarthy aufgemacht. In McCarthy angekommen, haben wir uns zu allererst einmal ein Frühstück in der "Kartoffel" gegönnt. Einen mit schwarzen Bohnen gefüllter Burrito und einen heißen Kaffee. Ein echtes Gosttown-Frühstück :D.
Nach dem Frühstück haben wir den Shuttlebus nach Kennecott genommen. Geplant war eigentlich eine Wanderung zur Kupfermine zu machen, doch leider machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung.
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| Copper Mine Kennecott |
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| Copper Mine Kennecott |
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Bei der Mine angekommen, waren wir aufgrund von 2 Dingen total erstaunt. Zum Einen, wie riesig dieses Minengelände war und zum Anderen, in welchem schlechten Zustand es war. Trotz der ganzen Erhaltungsmaßnahmen. Die laufenden Restaurationsarbeiten scheinen ein Fass ohne Boden zu sein. Überall wird gebaut, denn irgendwie muss es ja erhalten werden. Schließlich gehört die Mine zur Geschichte von Alaska. Wenn man allerdings bedenkt, dass das Minengelände noch nicht so lange zum Wrangell St. Elias Nationalpark gehört und die Arbeiten erst mit der Übernahme der Mine durch den Nationalpark starteten, sind sie doch sehr bemüht. Doch die Arbeiten werden wohl noch ein paar Jahre dauern. Auf dem Gelände befindet sich nicht nur das Minengebäude, sondern auch Gebäude mit riesigen Generatoren zur Stromerzeugung, Wohngebäude für die Arbeiter, ein Schulgebäude, ein Krankenhaus, eine Post usw. Es gibt sozusagen alles, was zu einem normalen Leben eines Minenarbeiters gehört, schließlich gab es hier mehr als 600 Angestellte. Ebenfalls gibt es ein Vistor Center. Dort können Führungen gebucht und ein Film über die Mine angesehen werden.
Nach einem, regenbedingt nur kleinem Rundgang, haben wir das Shuttle zurück nach McCarthy genommen.
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| Straßenzug in McCarthy |
Dort haben wir noch einen Rundgang durch die "Geisterstadt" gemacht und dabei ein paar Bilder geknipst. Wir waren schon erstaunt darüber, wie viele Menschen hier doch den Sommer über bis in den Herbst hinein leben.
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| Straßenzug in McCarthy |
Nach dem Rundgang sind wir zurück zum Campground gelaufen und haben noch einmal ein Lagerfeuer gemacht. Zum Abendessen hatten wir Nudeln mit Chorizzohackfleisch und Knoblauchsoße. LECKER!
Wissenswertes:
Die Footbridge erhielt ihren Namen aufgrund eines über den Kennicott River gespannten Drahtseils.
Das Drahtseil wurde gespannt, da die Brückenkonstruktionen über den Kennecott River jedes Jahr im Frühjahr durch das Schmelzwasser zerstört wurden. Doch Die Drahtseilkonstruktion eben nicht. An diesem Drahtseil war ein Korb befestigt. Dieser Korb wurde mit all dem zum Leben notwendigen Dingen beladen und über den Fluss bewegt. So wurden die Bewohner von McCarthy mit den lebensnotwendigen Dingen versorgt.
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