12. September 2013

16.08.2013 Brooks Lodge

Der Jetlag hat uns voll im Griff. Um 5:00 Uhr in der früh waren wir wach. Nun hatten wir also genügend Zeit für Körperpflege und Sachen packen. Heute sollte es nach Brooks Lodge zu den Braunbären gehen. Unser restliches Gepäck konnten wir in einem Raum hinter der Rezeption im Hotel lassen. Das war überhaupt kein Problem. Nach einem leckeren Frühstück im "Slippery Salmon" hat uns das Flughafenshuttle des Hotels wieder zurück zum Flughafen gebracht. Heute startete also das große Abenteuer "Bears at Katmai". Mit PenAir ging es pünktlich 9:35 Uhr von Anchorage nach King Salmon (Katmai).

King Salmon Airport
King Salmon Airport
 Der Flug dauerte 1.5h. In King Salmon selbst hatten wir 1h Aufenthalt bis unser Wasserflugzeug nach Brooks Lodge starten sollte. 1.5h in einer "Stadt" irgendwo im großen Nichts, wo sämtliche Dinge des Lebens nur mit dem Flugzeug oder mit dem Schiff hin kommen. Aber es gab einen Souvenierladen und ein Visitor Center. Im Souvenierladen haben wir gleich mal Postkarten und Briefmarken, Getränke und Kaugummi erstanden. Im Visitor Center hatten wir Glück, denn eine Schulklasse, bestehend aus den Kindern der Umgebung, hatte dort eine etwas andere Unterrichtsstunde. Und die war auch für uns sehr interessant. Somit verging die Zeit in King Salmon wie im Flug. Dann war es endlich soweit und unser Wasserflugzeug (Katmai Air Service) brachte uns und 6 weitere Bärenverrückte nach Brooks Lodge. Nach der Landung auf dem Naknek Lake gab es in der Rangerstation des Nationalparks eine "bear education". Hierbei wurden die Verhaltensregeln im Camp und auf den Plattformen erleutert und nochmals auf die aller wichtigsten Regeln hingewiesen: NIEMALS RENNEN, KEIN ESSEN AUßERHALB DER LODGE!! Erst danach durften wir einchecken. Wir waren sehr überrascht als wir unsere Hütte betreten haben.

brooks lodge cabin
Hütte in Brooks Lodge
LUXUS PUR! Toilette, Dusche, Handtücher, Heizung, Steckdosen und elektrisches Licht. Das ganze Gegenteil zu Hallo Bay, wo wir im letzten Jahr die Bären beobachtet haben. Doch wollten wir ja Bären sehen und nicht unsere wertvolle Zeit in der Hütte verbringen. Also haben wir uns warm eingepackt, die Trinkflaschen aufgefüllt und sind zu den berühmten "Brooks Falls" aufgebrochen. Dort angekommen, Enttäuschung pur! Die Ranger sagten uns schon, dass es kaum Bären an den Falls geben soll, da der nächste Salmon Run noch nicht begonnen hatte. Und sie hatten recht. KEIN EINZIGER BÄR! Gut, also hieß es warten, denn schließlich sind wir ja in der Natur unterwegs und die Bären kommen auch nicht auf Knopfdruck. Nach 1.5h erfolglosen Wartens haben wir uns aber für den Rückweg entschieden. Und gerade in diesem Moment: DER 1. BÄR! Er kam direkt aus dem Wald und ging doch tatsächlich in Richtung der Falls.

Bear at Brooks Falls
Bär auf den Brooks Falls
Etwas gelangweilt hat er die Falls nach Lachs abgesucht. Gefangen hat er nichts, aber wir haben ein paar schöne Bilder machen können.
Nach dem Abendessen sind wir noch einmal raus auf die untere Plattform. Unsere Mühe wurde auch tatsächlich belohnt, denn kurz vor der Brücke gab es den 2. Bären. Keine schlechte Ausbeute für den 1. Tag in Brooks Lodge.

Bear on Brooks River (lower platform)
Bär am Brooks River (lower platform)


Hinweise zu Brooks Lodge:
Die Ausflugspakete werden mit einer, zwei oder auch 3 Übernachtungen angeboten. Ebenfalls gibt es Angebote zu Tagesausflügen ohne Übernachtung. Die Buchung erfolgt direkt über diese Webseite. Weiterhin gibt es die Möglichkeit in einem Zelt auf dem Campground des Nationalparks zu übernachten. Der Campground ist durch einen Elektrozaun gesichert. Allerdings müssen die Flüge nach Brooks Lodge selbst organisiert werden. Weiteren Informationen zu den Übernachtungen auf dem Campground und dem Transfer können wir aber leider nicht geben.
Die Bezahlung in Brooks Lodge erfolgt entweder mit Kreditkarte oder mit Bargeld.
Zum ersten Salmon Run im Juni ist in Brooks Lodge die Hölle los. Wasserflugzeugen landen im Minutentakt und an den Plattformen bilden sich riesige Schlangen. Das Betreten der Plattformen wird dann durch die Ranger des Nationalparks geregelt. Man sollte sich also dessen bewusst sein, will man Bären beim Fischen an den Brooks Falls beobachten, ist man nicht allein. Mitunter kann es sehr sehr voll auf den Plattformen sein. Mitte bis Ende August ist es wesentlich ruhiger im Camp und auf den Plattformen, auch wenn die Bären nicht im Überfluss vorhanden sind.

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