11. September 2013

15.08.2013 - Anchorage

Endlich angekommen. Der Flug war ganz okay. Geschlafen haben wir leider nur ca. 2 Stunden. Die Einreise in die USA war unkompliziert, dank ESTA. Beim Immigration Officer lief alles ohne Probleme. Viele Fragen gab es dieses Jahr nicht. Man kennt uns eben schon vom letzten Jahr ;). Die erste Nacht in Anchorage haben wir wieder einmal im Ramada Downtown gebucht. Es liegt nun einmal sehr zentral und die wichtigsten Dinge in Downtown Anchorage sind von dort aus passabel zu Fuss erreichbar. Und es gibt einen kostenlosen Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück.
Im Hotel haben wir uns nur sehr kurz aufgehalten. Check-In, Transfer zum Flughafen für den nächsten Tag anmelden, Rucksäcke im Zimmer verstauen. Bloß keinen Moment ausruhen, denn nach dem langen Flug sind wir doch sehr müde. Aber in Anchorage ist es erst 13:00 Uhr. An Schlaf ist also nicht zu denken. Geplant hatten wir für heute eine Radtour auf dem "Tony Knowles Coastal Trail", also auf zum Radverleih. Schon in Deutschland hatten wir recherchiert und dank einem Coupon für eine Flasche Wasser und der günstigen Leihgebühr haben wir uns für Pablo´s Bicycle Rentals entschieden.

Moose on Tony Knowles Coastal Trailbiker on tony knowles coastal trail

Mit Helm, Rad und Wasser ausgestattet, haben wir unsere Tour pünktlich um 14:00 Uhr begonnen. Leider war ein Teilstück wegen Ausbesserungsarbeiten gesperrt und wir mussten eine Umleitung durch die Stadt nehmen. (Info's zu den einzelnen Bauabschnitten gibt es auf der Webseite zum Trail). Auf dem Teilstück vom Trailhead bis zum Flughafengelände haben wir keine Tiere angetroffen. Dafür haben wir aber ein paar neue Stadtteile von Anchorage kennengelernt. Nachdem die Umleitung zu Ende war, ging es wieder auf den eigentlichen Trail zurück und wir konnten den tollen Ausblick auf den Knik Arm genießen. Und die ersten Elche bekamen wir hinter Point Woronzof zu Gesicht. Direkt in den Büschen neben dem Trail eine Elchkuh mit Kalb. Das restliche Stück bis zum Kincaid Park haben wir die Ruhe und die Natur genossen. Am Ende des Trails, im Kincade Park, haben wir ein kurzes Päuschen eingelegt. Und plötzlich lief eine Elchkuh mal eben über den Fußballplatz. Auf dem Rückweg haben wir nocheinmal eine Elchkuh gesehen. Diesmal aber hatten wir mehr als nur Blickkontakt. Die Kuh stand direkt auf dem Trail und wir mussten anhalten. Wir waren mucksmäuschen still und sie kam einfach immer weiter auf uns zu. Als sie so 3m vor uns war und nicht stoppen wollte, haben wir uns lieber mal bewegt. Und das war auch gut so, denn ganz kurz vor uns ist sie dann wieder in die Büsche abgebogen. Ein unheimliches aber trotzdem ein wunderschönes Erlebnis. Zum Abendessen waren wir im Snow Goose Restaurant. Die haben eine große Terrasse im 1. Stock und bieten selbstgebrautes Bier an. Das Essen war sehr lecker und das Bier auch ;). Um 20:00 sind wir völlig erschöpft eingeschlafen. Was für ein ereignisreicher erster Urlaubstag in der zivilisierten Wildnis Alaskas.

Résumé:
Wer keine Lust auf ausgedehnte Shoppingtouren durch diverse Souveniergeschäfte der 4. und 5. Straße hat, der sollte sich wirklich überlegen eine Radtour auf dem Coastal Trail zu machen. Wir haben in etwa 3,5 Stunden für den gesamten Trail (hin und zurück) benötigt. Allerdings solltet ihr darauf achten, welches Rad ihr auswählt. Wollt ihr den gesamten Trail abfahren, empfiehlt sich ein Mountainbike, da einige steiler Abschnitte vorhanden sind. Für den Abschnitt vom Trailhead bis zum Point Woronzof reicht eines der "luxury bikes".

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen