18. Januar 2015

18.09.2014 - Frankfurt / Atlanta (Georgia)

Es ist so weit. Der Südstaatenurlaub fängt heute an. Ersteinmal läuft es wie an jeden anderem Tag auch. Wir stehen zeitig auf. Klar unser Flieger startet erst um halb 11, aber sicher ist sicher und wir sind lieber früher als später am Flughafen. Am Schalter der Lufthansa war noch gar nichts los und unser Gepäck verließ uns schneller als erwartet. Auch an der Sicherheitskontrolle ging es verdammt schnell und so hatten wir noch genügend Zeit für Kaffee und Lesen. Und dann startete endlich unser Flieger nach Atlanta.

Flugroute
Der Flug war ziemlich ruhig, das Essen okay, nur geschlafen haben wir mal wieder nicht. In Atlanta angekommen, haben wir ziemlich gestaunt. Es gibt mittlerweile Automaten für die Einreise. Dank dieser Automaten geht die Einreise viel schneller. Und zwar so schnell, dass noch nicht einmal unser Gepäck bereit war. Also warteten wir dieses Mal nicht bei der Einreise, sondern am Gepäckband. Und das sehr lange. Nachdem es endlich da war, haben wir uns den Shuttlebus zu den Vermietstationen gesucht.

Atlanta - Hartsfield-Jackson International Airport
Atlanta - Hartsfield-Jackson International Airport
 Zu diesem Zeitpunkt lagen wir auch noch super im Zeitplan, denn schließlich wollten/mussten wir noch nach Savannah. Dann der Schock in der Vermietstation. Eine riesige Schlange. Die Leute von Alamo haben sich zwar extrem beeilt, doch bis wir endlich in unserem Auto saßen, lagen wir schon eine halbe Stunde hinter unserem Zeitplan. Und dann zeigte das Navigationsgerät auch noch 4 Stunden Fahrzeit bis zu unserem Hotel in Savannah an. Gut, das konnten wir eh nicht mehr ändern. Also los. Kaum hatten wir das Flughafengelände verlassen und die Interstate erreicht, standen wir im Stau. Rushhour! So langsam aber sicher wurde ich unruhig. Zwar hatte ich vorher noch auf der Website vom Hotel nachgelesen, aber nichts zu den Check-in Zeiten gefunden. Würden wir noch rechtzeitig in Savannah ankommen? Die Fahrt war recht anstrengend und so richtig was zu sehen gab es unterwegs auch nichts. Da wir beide im Flieger mal wieder nicht geschlafen hatten und wir schon fast 24 Stunden wach waren, suchte uns recht schnell die Müdigkeit auf. Hinzu kam, dass es recht schnell dunkel wurde. Mit jeder Meile wurde es anstrengender. Zwischendrin mussten wir eine Pause machen. Wir hatten Hunger und Ronny drohte am Steuer einzuschlafen. Also runter von der Interstate und rein zu McDonalds. Die Pause tat gut und so schafften wir auch noch den Rest unserer Fahrt nach Savannah. Das Hotel, wir hatten im "Riverstreet Inn" reserviert, haben wir super schnell gefunden. GPS sei Dank! Und die Rezeption war auch noch besetzt. Wir durften die Nacht direkt in der "Loading Zone" vom Hotel parken. Dadurch waren unsere Sachen sehr schnell im Zimmer verstaut. Zum Abschluss des ersten Tages sind wir auch gleich noch auf die Riverstreet gegangen. Etwas zu Essen haben wir im Restaurant gleich neben dem Hotel nichts mehr bekommen. Die Küche war schon geschlossen. Aber der Barkeeper hatte Mitleid mit uns und schenkte uns kurz vor seinem sicherlich verdienten Feierabend noch 2 Bier aus.


Hinweise

Einreiseautomaten
Wer ESTA hat und nach der Antragstellung von ESTA seinen Reisepass nicht erneuern musste, der darf die Einreiseformalitäten am Automaten durchführen. Der Automat macht ein Foto und nimmt die Fingerabdrücke der rechten Hand. Hat man zusätzlich noch die gestellten Fragen beantwortet, erhält man zum Abschluss einen Ausdruck. Damit geht man zum Imigration-Officer, der kontrolliert noch einmal schnell und gibt den ersehnten Stempel in den Reisepass. Fertig!

Vermietstation für Mietwagen
Vom International Terminal bis zu den Vermietstationen fährt man ca. 20 Minuten mit dem Shuttlebus.
Die Wartezeit in der Vermietstation sollte nicht unterschätzt werden. Atlanta ist nun mal die Drehscheibe in den USA.

Mietwagen von Alamo
Ein Navigationsgerät (GPS) sollte unbedingt bei der Buchung mit bestellt werden und muss dann vor Ort bezahlt werden
Selbstverständlich hatten wir die erweiterte Haftpflichtversicherung mit gebucht. Diese tritt aber wohl nur für Materialschäden ein. Für Personenschäden sollte/kann vor Ort eine weitere Versicherung abgeschlossen werden
Ein zusätzlicher Fahrer kostet jeden Tag extra Geld und muss vor Ort bezahlt werden. Es sollte sich sehr gut überlegt werden, ob man einen zusätzlichen Fahrer braucht. Wir haben keinen genommen und es im Nachhinein bereut. Sicherlich denkt sich jetzt der Eine oder Andere, es reicht doch einen Fahrer anzugeben und der andere fährt trotzdem. Haben wir auch erst gedacht. Doch wollten wir dann im Ernstfall nicht auf Englisch über Versicherungs- bzw. Vertragsrecht diskutieren und das auch noch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

19.09.2014 - Savannah (Georgia)

Heute Morgen, noch vor Sonnenaufgang hieß es für uns bereits: "Guten Morgen Savannah". Jetlag und reges Treiben auf dem Fluß haben dafür gesorgt. Nun, ich habe die Zeit bis zum Sonnenaufgang noch für ein paar Recherchen genutzt. Schließlich musste ich mich noch um eine Unterkunft an unserem nächsten Stopp in Florida kümmern.

Savannah: Savannah River bei Nacht
Savannah River bei Nacht
Kurz vor Sonnenaufgang fuhr auch noch ein riesengroßes Containerschiff auf dem Fluß in den Hafen von Savannah. Und mit riesig meine ich auch riesig. Ihr seht also, trotz zeitigem Aufstehen, zog keine Langeweile auf. Als der Hunger uns vor die Tür trieb, war es aber bereits 8 Uhr. Im "Rocks on River" haben wir uns auf ein Frühstück eingelassen. Das war eine sehr gute Wahl, denn hier gab es neben den üblichen Frühstücksangeboten auch ein paar typische Südstaaten-Gerichte. Wir entschieden uns für "Waffeln mit chrispy Chicken" ( einer Art "Midnight Train") und für einen "Southener" (eine Scheibe Brot mit Rührei, Kartoffeln und einer dicken Wurstsoße). Im Anschluss an dieses leckere Frühstück sind wir gut gestärkt und gut gelaunt zu unserer Savannah- Erkundungstour aufgebrochen.
Doch vorher mussten wir uns noch dringend um einen anderen Parkplatz für unseren Wagen kümmern. Zwar hatten wir unser Auto bereits von der "Loading Zone" auf einen Parkplatz mit Parkuhr gestellt, doch durften wir hier nur 2 Stunden stehen bleiben. Zu allem Überfluss war das Parkhaus schräg gegenüber auch noch voll. Aber alles gar kein Problem, die Stadt weiß über die Parksituation Bescheid und hat reagiert. Es gibt einen Tagespass in Savannah, der einem gegen eine Gebühr erlaubt, auf fast allen Parkplätzen mit Parkuhr zu stehen. Das haben wir genutzt und waren die Parkplatzsorge schnell los.

Cablecar auf der River Street
Wir starteten unseren Fußmarsch durch Savannah auf der Riverstreet. Wir haben dort einen Startpunkt für die spätere "Old Savannah Tour" gefunden und uns bereits am Morgen für ein Restaurant für das Abendessen entschieden. Ansonsten hatte die Riversreet morgens eher wenig zu bieten. Am "Waving Girl", wir wären beinahe daran vorbei gelaufen, haben wir die Riverstreet verlassen.

Pause im Georgia Style
Olde Harbour Inn am Factors Walk
Über den Factors Walk sind wir wieder zurück zum Hotel gelaufen um von dort aus entlang der West Bay Street bis zur Montgomery Street zu laufen.

Savannah City Hall
Cotton Exchange Building
An dieser Kreuzung sind wir in den "Historic District" eingebogen. Vorbei an der "First African Baptist Church" sind wir zwischen den ersten Squares den "City Market" entlang geschlendert. An der "Bull Street" sind wir in diese abgebogen und bis hinunter zum "Forsyth Park" gelaufen. Ständig begleitet von alten Häusern, schön angelegten Squares und Bäumen behangen mit spanischem Moos. Am "Forsyth Park" haben wir umgedreht und sind auf der "Bull Street" zurück bis zu "Gryphon" gelaufen. Dort sollte es das leckere "Pimento Cheese Sandwich" geben. Doch leider hatten sie es von der Karte genommen. Nach unserem Lunch haben wir uns die "Jones Street" angesehen. "Southern Living" zeichnete sie als eine der schönsten Straßen in Amerika aus. Und das nicht umsonst. Ein sehr schöner Ort. 

Jones Street
Jones Street
Nachdem wir hier und da noch etwas herum geschlendert sind, kehrten wir zurück zur "Riverstreet". Hier haben wir uns in einen der Trolley's der "Old Savannah Tour" gesetzt. Dadurch konnten wir noch ein paar andere schöne Stellen von Savannah sehen. Zugegebener  Maßen waren wir schon leicht fußmüde. im Anschluss an die Tour waren wir hungrig genug um zum Abendessen zu gehen. Schon morgens hatten wir uns die "Shrimp Factory" ausgesucht und uns einen Platz für das Abendessen reserviert. Im Angebot waren Austern und Schneekrabben und das haben wir doch gleich mal genutzt um die ersten Austern zu probieren. Roh natürlich und wir haben uns ersteinmal für 6 Stück entschieden. Man weiß ja nie! Aber sie waren köstlich! Zum Hauptgang gab es natürlich weiteres Seafood. Leider konnten wir nach dem Essen nicht die "Riverstreet" im Dunkeln entlang schlendern, denn es regnete ziemlich stark. Wir konnten uns gerade noch halbwegs trocken ins "Tubby's" retten um dort unseren Tag, gemütlich bei einem Bier, ausklingen zu lassen.


Hinweise

Savannah Visitor Parking
Hier kann man sich den Parkausweis gegen eine Gebühr von 7$ für 24h und 12$ für 48h (Stand 20014) abholen. Erhalten kann man den Parkausweis im Visitor Center (301 Martin Luther King Jr. Boulevard oder im "Mobility and Parking Services Office" (100 East Bryan Street. Es gibt wohl auch einige Hotels oder Inns, die dieses Parausweis verkaufen dürfen. Wir haben unseren Ausweis im "Mobility and Parking Services Office" geholt, denn es liegt in der Nähe vom "Riverstreet Inn"

"Dot" farefree transportation

Ist ein von der Stadt Savannah eingerichteter kostenloser Fahrdienst, der die Touristen umherfährt. Er verkehrt im Historic District und beinhaltet den Shuttlebus, die Straßenbahn auf der Riverstreet und die Fähre. Allerdings benötigt jemand mit 2 gesunden Beinen und Füßen diesen Service nicht. In Savannah kann man alles Sehenswerte zu Fuß erreichen. Schließlich macht gerade das ja Savannah aus 😉


Auch ohne "Pimento Cheese Sandwich" ein sehr schönes Restaurant. Es ist im Stil einer Bibliothek eingerichtet. Rundherum stehen Regale mit Büchern und es gibt Sofaecken, wo man gemütlich einen Kaffee oder Tee genießen kann. Zum Lunch werden sehr leckere Sandwiches angeboten.


Eine sehr schöne Idee um den Touristen das historische Savannah mit all seiner Geschichte näher zu bringen. Von Piraten über Sklaven bis hin zu Forest Gump, alles wird beleuchtet. Doch das Ganze hat einen Haken. Die Fahrer haben einen sehr ausgeprägten Südstaatenakzent. Scheinbar wird er sogar für die Touristen noch verstärkt. Das mag zwar den "Amis" gefallen, allerdings sorgt er bei ausländischen Touristen eher für Unbehagen. Ganz ehrlich, wir haben vielleicht 10% verstanden. Das machte die Tour zu einem weniger schönen Erlebnis. 

20.09.2014 - Savannah / St. Augustine

Savannah. 5:00 Uhr morgens. Alles schläft. Nur die Ungers mal wieder nicht :(. Da wir noch eine Übernachtung an unserem heutigen Zielort brauchten, haben wir das eben erst mal erledigt. Schnell ein paar Kriterien für die Übernachtung festlegen und bei Tripadvisor eine Vorauswahl bekommen. Dem Internet sei Dank, kann man ja heutzutage morgens um 5 Uhr ein Hotel für den Nachmittag buchen. Scheinbar war das so aufregend, dass wir danach doch tatsächlich noch einmal eingeschlafen sind.

Auf ein Frühstück haben wir wegen Mangel an Appetit verzichtet. Nach dem wir ausgecheckt hatten, sind wir direkt zu einem Walmart gefahren. Ein kleiner Großeinkauf. Wir haben uns eine Kühlbox, Bagles, Getränke, Wurst und Knabbereien gekauft. Schließlich fahren wir heute weiter nach Florida. Ergo ist es dort heißer und wir brauchen mehr Getränke und wir wollen ja auch nicht immer in einem Restaurant frühstücken. Gesagt, getan. 

Welcome to Florida
Und dann ging es weiter nach St. Augustine in Florida. Auf dem I-95 sind wir nach Süden gefahren. Erfahrungsgemäß gibt es ja auf einem Interstate immer recht wenig zu sehen. Das war auch hier nicht anders. Außer einer kleinen Ausnahme. Der Interstate führt durch Jacksonville und da gab es ein paar Dinge aus dem Autofenster heraus zu sehen.

on the road
Einen "kleinen" Zwischenstopp haben wir noch in den St. Augustine Premium Outlet gemach. Und hier haben wir so richtig schön geschoppt. Eine Jeans hier, eine Kurze Hose da, hier noch ein Oberteilchen.  3 Stunden und einige Beutetütchen später, kehrten wir wieder zurück zum Auto. Vom Outlet Center bis zu unserem Hotel war es gar nicht mehr weit. Nur haben wir wegen des strömenden Regens nur sehr wenig von St. Augustine gesehen.

Am späten Nachmittag haben wir dann unser Hotel in St. Augustine Beach erreicht. Passend zum Strandfeeling hatte es auch aufgehört zu regnen. Wir waren sogar noch zu Fuß am Strand unterwegs und haben ein paar Bilder gemacht. Eine Unterhaltung mit 2 Männern aus dem Süden von North Carolina gab es noch oben drauf. Es begann mit Football und endete bei Sauerkraut😀 Irgendwie haben ja wohl alle Amis Verwandschaft oder Bekanntschaft in Deutschland und irgendwie mag wohl auch jeder "german Bratwurst with Sourcraut". Fairer Weise müssen wir sagen, das wir die beiden mal mehr mal weniger gut verstanden haben. Allerdings gaben sie sich viel mehr Mühe, als der Fahrer bei der "Old Savannah Tour" gestern.

Wir waren vorher schon hungrig gewesen. Doch nach dem ganzen Gerede von Bratwürsten, Krustenbraten, Sauerkraut, Rotkraut......, knurrten unsere Mägen. Direkt gegenüber der Seebrücke steht das "Salt Life" eines der Restaurants, das wir uns ausgeguckt hatten. Also schnell rein ins "Salt Life". Drinnen wollten wir nicht sitzen. Zu voll, zu laut, zu kalt. Wir bekamen draußen das letzte Plätzchen unter dem Dach. Glück gehabt, denn der nächste Schauer kam schneller, als erwartet. Wir aßen Schneekrabben, Austern mit Parmesan überbacken und Rippchen.

mit Parmesan überbackene Austern im "Salt Life"

Hinweise

Kühlbox (Cooler)

Wir haben uns für die Variante aus dem stabileren Plastik entschieden. In einer für uns perfekten Größe (18 oder vielleicht auch 20 Liter, ich bin mir nicht mehr ganz so sicher) kostete bei Walmart 18,99$. Eis gibt es in den Hotels kostenlos. Kühlakkus sind also nicht nötig. 
Allerdings gibt es noch eine kostengünstigere Variante. Im Kassenbereich bei Walmart kann man Eiswürfel kaufen. Diese gibt es in großen Beuteln für 2,99$ und damit das Eis beim Transport nicht schmilzt, gibt es eine Transportbox kostenlos dazu. Die Transportboxen ist aus Styropor und kühlt auch ganz gut. Allerdings war sie uns nich stabil genug.

Hotels in St. Augustine Beach

Expedia hat uns im Hilton Garden Inn einquartiert. Ein schönes, sauberes, toll gelegenes Hotel mit großzügigen Zimmern und sehr günstigem reichhaltigem Frühstücksbuffett. Es liegt zwar "nur" in zweiter Reihe, aber zum Strand ist es nur über die Straße. Wenn es 500 Meter sind, dann ist es schon viel. 
Entscheidet man sich für ein Hotel am Anfang vom A1A Beach Boulevard, kann man die umliegenden sehr guten Restaurants bequem zu Fuß erreichen.