16. August 2014

20.08.2012 - Williwaw / Portage Lake / Seward

Was für ein Pech! Es hat wieder die ganze Nacht geregnet und es regnet am Morgen immer noch. Dabei wollen wir doch heute zum Byron Glacier wandern. Wir sind extra zeitiger aufgestanden. Hmm! Okay, nach Naserümpfen und einer kurzen Beratung sind wir trotzdem zum Portage Lake aufgebrochen. Schließlich sind wir doch in Alaska. Im Nordamerikanischen Regenwald! Der Regen soll uns keinen Strich durch die Rechnung machen!


Gesagt, getan! Wir haben uns die Regensachen übergezogen und sind in Richtung Gletscher aufgebrochen. Der kurze Trail startet etwa 1 Meile hinter dem Begich, Boggs Visitor Center und ist ca. 1,3km lang. Eine wirklich kurze aber schöne Wanderung. Der Trail führt die ganze Zeit am Byron Creek entlang. Der Creek war zu unserer Zeit schon ein reißender Fluss. Wir verstanden kaum unser eigenes Wort. Das wiederum war auch ein Vorteil. Schließlich lauern überall Bären und wir waren die Einzigsten auf dem Trail. Also waren wir gezwungen immer schön Krach zu machen und uns bei den Bären anzumelden. Am Fuß des Gletscher war der Trail zu Ende. Zu gefährlich! Ganz nah an den Gletscher, so wie angekündigt, ist also nicht möglich.

am Fuss des Byron Glacier, Alaska
Nach dem Trail waren wir auch noch im Begich, Boggs Visitor Center am Portage Lake. Ein paar Eisschollen waren auf dem See zu sehen und im Visitor Center haben wir uns den preisgekrönten Film "The Sound of the Ice" angesehen. Interessant, traurig aber wahr. Er handelt von Klimaerwärmung und deren Auswirkung auf den Portage Glacier.

Eisberge auf dem Portage Lake; Alaska
Nun mussten wir aber wirklich los. Schließlich wollten wir heute noch bis nach Seward fahren. Kurz vor "Moose Creek" auf der Kenai Halbinsel haben wir nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen kleinen Stopp eingelegt. Beim "Fish-Viewing" haben wir angehalten und sind ein kleines Stück durch den Wald zu einer Fish-Viewing Area gelaufen. Der große Salmon Run hat zwar gerade Pause, aber wir haben trotzdem ein paar von den leuchtend roten Lachsen im Wasser beobachten können.

Zum Nachmittag sind wir in Seward angekommen. Wir sind direkt zum Hafen gefahren um die Tour durch die Kenai Fjorde für den nächsten Tag zu buchen. Nun musste nur noch eine Entscheidung bezüglich des Campgrounds her. Der Seward Waterfront Park mitten in der Stadt, auf dem bereits die Plätze am Wasser alle belegt waren oder lieber "Millers Landing", etwas außerhalb von Seward? In der Stadt hat den Vorteil, es gibt Restaurants und der Weg zum Hafen am nächsten Morgen ist nicht so weit. Außerhalb genießt man eher die Ruhe, lebt aus dem Wohnmobil, kann Feuer machen. Nun gut, wir haben uns für "Millers Landing" entschieden.

"Millers Landing" Seward, Alaska
Wir hatten Glück und bekamen noch einen der letzten freien Plätze. Zwar auch nicht direkt am Wasser, aber trotzdem nett. Nun der heutige Tag war recht anstrengend und wir hatten Hunger. Wir haben uns also ein Feuer gemacht und uns die Elchwürste von "Indian Valley Meats" am Stock gebraten. Ein weiteres Highlight gab es auch noch! Seit einer Woche mal wieder so richtig schön heiß duschen :)




Hinweise:

Byron Glacier Trail

Ein wirklich sehr einfacher Trail mit breiten Wegen. Informationen zum Trail gibt es hier.

"Millers Landing" in Seward

Der Weg dorthin kann etwas mühsam sein. Der Weg ist eine Schotterpiste. Und die kann mal mehr oder mal weniger viele Schlaglöcher haben. Langsam fahren und zusätzliche Zeit einplanen um in die Stadt zu kommen!
"Millers Landing" ist sehr gut besucht. Hier kommen viele Leute zum Fischen her. Nicht alle Stellplätze eignen sich für ein Wohnmobil. Manchmal sind sie so eng, dass man eigentlich gar nicht reinpassen kann. Allerdings weiß das Personal das sehr genau. Sie geben jedem Kunden die Möglichkeit, sich vorher den Platz anzusehen und einzuschätzen ob man in seinen Slot hineinkommt.

Campgrounds in und um Seward

eine Übersicht und eine Beschreibung der einzelnen Campgrounds findet ihr hier.

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